Was müssen wir tun, um gerettet zu werden? Darüber gehen die Meinungen auseinander. Paulus sagt in Apostelgeschichte 16,31 zu einem Kerkermeister: "Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus." Der Kerkermeister hat nämlich genau das gefragt: Was muss ich tun, um errettet zu werden?

An einer anderen Stelle schreibt Paulus in Philipper 2,12: "Bewirkt euer Heil mit Furcht und Zittern!" Also müssen wir doch was tun, um errettet zu werden?

Ja, na klar: Glaube an den Herrn Jesus. Das ist doch was. Das ist doch nicht nichts. Für viele ist es schon zu viel. Es ist keine pompöse religiöse Handlung, kein zauberhaftes magisches Wort zu sprechen, kein intellektueller Dreisatz auszurechnen, sondern schlicht und ergreifend: Glaube.

Was heißt "mit Furcht und Zittern'? Das heißt mit Ehrfurcht vor den heiligen Dingen. Mit Hochachtung vor Gott.

Bewirkt euer Heil, indem ihr glaubt? Ist es das, was gemeint ist? Wie können wir denn glauben? Was zum Glauben hilft, darum geht es jeden Sonntag. Um uns gegenseitig im Glauben zu stärken, dafür treffen wir uns jeden Sonntag und sind füreinander da.

Wie sollen wir es also bewirken? Durch Glaube? Aber ich dachte immer, Glaube ist ein Geschenk. Ein Geschenk, das man annehmen kann oder es ablehnen kann. Nun, das glaube ich auch immer noch, denn im Philipperbrief heißt es im nächsten Vers: "Denn Gott ist es, der in euch wirkt sowohl das Wollen, als auch das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen. "

Das macht mich demütig und ehrfürchtig vor Gott. Er bewirkt es. Er schenkt es mir. Ihn muss ich fragen, wenn ich möchte, dass mein Glaube gestärkt wird. Wie es woanders heißt: (Römer 9,16) "So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an Gottes Erbarmen."

Von Gott kommt unser Glaube. Durch Jesus wird er geschenkt. Deswegen muss ich an den Herrn Jesus glauben, um gerettet zu werden.

Ihr Anderson Husemann